Dialog und Faktencheck zum Granittagebau Gumping

Wir informieren die Öffentlichkeit über die geplante Reaktivierung der Gewinnungsstätte Gumping — transparent, faktenbasiert und im direkten Dialog mit der Region.

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Aktuell
150 Jahre Schwinger Granit · Tag der offenen Tür am 20. Juni 2026 von 9–17 Uhr
150 Jahre Schwinger Granit · Tag der offenen Tür am 20. Juni 2026 von 9–17 Uhr
150 Jahre Schwinger Granit · Tag der offenen Tür am 20. Juni 2026 von 9–17 Uhr
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Drei Generationen Geschäftsführung der Familie Schwinger
PERSÖNLICHES STATEMENT

Kein anonymer Konzern. Nachbarn und Gemeindebürger seit 1876.

Für uns ist Gumping kein Projekt auf dem Papier. Es ist unsere Heimat. Ein Ort an dem unsere Freunde und Nachbarn leben, arbeiten, spazieren gehen, ihre Kinder erziehen und ihre Freizeit verbringen.

Roßbach ist bekannt für seine naturbelassenen Alttagebauseen und einzigartigen Steinbrüche. Die Region birgt hochwertige Rohstoffe, deren lokale Gewinnung für Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit in Bayern und Süddeutschland wichtig ist – hochwertige Steine sind langlebiger und besser recycelbar.

Wir, die Familie Schwinger, sind stolz darauf, durch unsere Arbeit wertvolle Habitate geschaffen zu haben – und wollen Steinbrüche auch künftig verantwortungsvoll und naturnah betreiben, zum Nutzen der Region und kommender Generationen.

Die folgenden Informationen beschreiben unseren Ansatz für das Genehmigungsverfahren. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne über das Kontaktformular zur Verfügung.

– Florian Schwinger, Ansprechpartner zum Standort Gumping
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FAKTEN

Die wichtigsten Antworten auf einen Blick.

Hier geht es um die Fragen, die vor Ort wirklich zählen: See, Wasser, Sprengungen, Verkehr, Staub und Verantwortung.

Gumpinger See & Wasser

Der Gumpinger See bleibt bestehen. Drei Tiefenbohrungen bis 100 Meter und eine 30 Meter breite Schutzwand sichern See und Wasser.

Diese Frage steht bei Gesprächen vor Ort meistens ganz oben. Nach den bisherigen hydrogeologischen Untersuchungen ist nicht zu erwarten, dass der Gumpinger See, Brunnen oder Trinkwasser in der Umgebung beeinträchtigt werden.

Es wurden drei Tiefenbohrungen bis 100 Meter sowie Pumpversuche durchgeführt, um die geologischen und wasserführenden Schichten vor Ort zu untersuchen.

Zwischen See und geplantem Abbau ist eine 30 Meter breite Schutzwand vorgesehen.

Die geplante Grabungstiefe liegt bei 25 Metern und bleibt nach den vorliegenden Unterlagen über dem relevanten Grundwasserhorizont.

Die Schlussaussage des hydrogeologischen Gutachtens soll hier einsehbar sein – damit die Bewertung für alle nachvollziehbar bleibt.

Quelle: Hydrogeologisches Gutachten · Tiefenbohrungen · Pumpversuche

Sprengungen & Gebäude

Gesprengt wird – aber angekündigt, technisch geplant und innerhalb der gesetzlichen Richtwerte nach DIN 4150-3, an maximal 40 Tagen im Jahr.

Die Frage ist nicht, ob gesprengt wird, sondern wie stark und wie oft. Entscheidend ist, dass Sprengungen technisch geplant und innerhalb der geltenden Richtwerte durchgeführt werden.

Geplant sind 10 bis 40 Sprengungen pro Jahr – tatsächlich also an wenigen Tagen im Kalenderjahr.

Sprengtage werden vorab angekündigt, damit es keine unerwarteten Belastungen gibt.

Grundlage der Bewertung ist die DIN 4150-3, die maßgebliche Norm für Erschütterungen an Gebäuden. Laut Gutachten werden die Richtwerte eingehalten.

Als Vergleich wird Treidling herangezogen: Dort liegen Wohnhäuser näher am Betrieb – laut Gutachten ohne festgestellte Gebäudeschäden.

Erschütterungsgutachten · DIN 4150-2 · DIN 4150-3 · gutachterliche Schlussaussage

Verkehr & Logistik

Weit über die Hälfte des Transports soll über die Schiene laufen – das entlastet die Straßen vor Ort und verbessert die CO₂-Bilanz erheblich.

Die Frage, die viele vor Ort bewegt: Wie viel fährt später wirklich über die Straße? Das Logistikkonzept setzt deshalb bewusst auf den firmeneigenen Verladepunkt und die Schienenanbindung.

Für den Abtransport besteht eine Schienenanbindung in unmittelbarer Nähe.

Die Hälfte des Gleisschotter-Absatzes soll per Bahnwagen auf Schiene verladen werden – das reduziert den LKW-Anteil spürbar.

Das entlastet lokale Straßen im Vergleich zu einem rein straßenbasierten Abtransport spürbar.

Gleichzeitig verbessert der Transport per Schiene die CO₂-Bilanz gegenüber reinem LKW-Verkehr deutlich.

Quelle: Transportkonzept Schiene/Straße · Projektunterlagen

Staub & Betriebszeiten

Betrieb i.d.R. nur montags bis freitags, 06:00 bis 16:00 Uhr. Staub wird mit dem Nebolex-System direkt an der Quelle gebunden.

Staub lässt sich bei Gesteinsgewinnung nicht vollständig vermeiden. Entscheidend ist deshalb, ihn direkt an der Quelle zu binden – an Maschinen, Material und Wegen.

Zum Einsatz kommt das Nebolex-System sowie zusätzliche Benebelung und Wasserbedüsung an Maschinen und im Betrieb.

Die Betriebswege werden regelmäßig benetzt, um Staubaufwirbelung zu minimieren.

Der Betrieb ist i.d.R. auf Montag bis Freitag, 06:00 bis 16:00 Uhr begrenzt.

Quelle: Staubimmissionsprognose TÜV Süd · VDI 3790 · TA Luft 2021 · Betriebskonzept

Fläche & Genehmigung

Das Vorhaben umfasst eine klar abgegrenzte Abbaufläche von 5,8 ha – vollständig dokumentiert und im Rahmen einer freiwilligen Umweltverträglichkeitsprüfung geprüft.

Wer hier wohnt, soll nachvollziehen können, worüber überhaupt gesprochen wird. Darum sind Fläche, Betriebsbereich und Schutzbereiche klar abgegrenzt und im Verfahren dokumentiert.

Für das Vorhabe wird eine freiwillige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt – das heißt: Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt werden gutachterlich geprüft und bewertet.

Die reine Abbaufläche beträgt 5,8 ha. Wege und Wälle sind 2,3 ha, hinzu kommen ca. 1,7 ha Betriebsfläche und Zufahrt.

Die Antragsgrenze liegt bei insgesamt 9,85 ha. Abbaufläche, Betriebsbereich und Pufferzonen sind räumlich klar voneinander getrennt.

Es geht um klar definierte Flächen – nicht um eine offene oder unbestimmte Ausweitung des Betriebs.

Quelle: Projektbeschreibung · Flächenplan · Unterlagen zum UVP-Verfahren

Verantwortung vor Ort

Seit 1876 wirtschaftlich und familiär in der Region verankert – Schwinger Granit wird heute in der sechsten Generation geführt und denkt Verantwortung generationenübergreifend.

Für die Menschen vor Ort ist nicht nur wichtig, was geplant ist – sondern auch, wer dafür Verantwortung trägt. Schwinger Granit ist kein Akteur von außen, sondern ein Familienunternehmen mit langer Geschichte in der Region.

Die Unternehmensgeschichte reicht bis 1876 zurück – also über 150 Jahre.

Schwinger Granit wird heute in 6. Generation geführt. Verantwortung wird hier nicht kurzfristig gedacht.

Arbeitsplätze bleiben in der Region. Ein direkter Arbeitsplatz sichert nach eigener Einordnung etwa zwei bis drei weitere in vor- und nachgelagerten Bereichen.

Die Verbindung zu Roßbach, Wald und der Umgebung ist nicht theoretisch, sondern über viele Jahrzehnte gewachsen – wirtschaftlich und familiär.

→ Mehr zur Unternehmensgeschichte
LAGEPLAN

Lageplan Gumping:
Wo genau liegt das Vorhaben?

Die interaktive Karte zeigt die geplante Abbaufläche in Gumping samt Zufahrt, Betriebsflächen, Entwässerung sowie Umwelt-, Biotop- und Schutzbereichen. Über die Ebenen rechts oben können einzelne Planbestandteile ein- und ausgeblendet werden.

Interaktive ÜbersichtKarte ziehen und über „Ebenen“ einzelne Planbestandteile ein- und ausblenden.
Ebenen anzeigen
DER KONTEXT

Warum hier überhaupt Rohstoffe gewonnen werden.

Wer regional baut, Straßen erhält oder Infrastruktur ausbaut, braucht regionale Rohstoffe. Genau darin liegt der Unterschied: Wird Material vor Ort gewonnen, entlastet das lange Transportketten und verbessert die Versorgung der Region.

Sie sind Grundlage für Straßen, Bahntrassen, Beton und Wohnungsbau.

Sie stecken in vielen Produkten des täglichen Lebens – oft, ohne dass man es merkt.

Regionale Gewinnung bedeutet kürzere Wege und weniger Transporte – somit weniger CO₂-Ausstoß über hunderte Kilometer.

Quelle: 
https://www.biv.bayern/biv.bayern/media/rohstoffe/naturschutz-und-rekultivierung.mp4

Natürlich ist der Steinbruch in Treidling nach wie vor in Betrieb. Um jedoch weiterhin dem Klimaziel und die Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, ist die Wiederaufnahme des Steinbruches unverzichtbar. Die Rohstoffversorgung in Bayern wird immer knapper. Vorallem hochwertige Gesteine, die alle Normen für Deutschland abdecken werden immer weniger. Rohstoffe sind endlich. Unsere Landschaft ist geprägt von reizvollen Seen ehemaliger Abbaustätten. Tiere, die in unserer heutigen Landschaft verdrängt werden bzw. kaum mehr vorkommen, finden Platz in Steinbrüchen und Kiesgruben – wie beispielsweise in den Wasserbecken oder auch an den Steinwänden.

VORHER / NACHHER

Renaturierung & Perspektive Gumping

Zwei Aufnahmen zeigen denselben Standort in unterschiedlichen Phasen.

← Steinbruch
Naturraum →
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Bildunterschrift: Die Bilder machen sichtbar, wie sich ein Standort über die doch kurze Zeit verändern kann – von der Nutzung bis zur späteren Entwicklung der Fläche.

Standort: Gumping heute (See) · Bildmaterial: Projektunterlagen
HISTORIE

Kein Konzern.
Nachbarn seit 1876.

Die Geschichte der Karl Schwinger GmbH & Co. KG. und den Steinbrüchen rund um Roßbach, Wald und Nittenau reicht weit zurück – und hat die Region über Generationen mitgeprägt.

1876

Beginn der Gesteinsgewinnung

In der Region beginnt die Gewinnung von Gestein – der Ausgangspunkt einer langen Entwicklung vor Ort.

1913

Bahnanschluss

Die Anbindung an das überregionale Bahnnetz schafft einen wichtigen logistischen Vorteil. Damals verlief die Bahnstrecke in Roßbach über Falkenstein.

1962

Standort Gumping

Der Standort Gumping wird Teil der Unternehmensentwicklung von Schwinger.

1972

Stillegung Gumping

Der frühere Abbau in Gumping wird eingestellt. Die Fläche entwickelt sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem See.

1974

Übernahme Steinbruch Treidling

Karl Schwinger GmbH übernimmt den Steinbruch in Treidling, in dem bis heute abgebaut wird.

1985

Stilllegung der Steinbrüche in Roßbach

Stilllegung des Hauptbruchs und des Himmelleitenbruchs in Roßbach. Die Steinbrüche werden zu einem See und stellen bis heute ein unvergleichbares Bild dar – aus Natur und ehemaliger Industrie.

2026

6. Generation Familie Schwinger

Moderne Produktion, Belieferung von Infrastrukturmaßnahmen in ganz Bayern und Teile Baden Württembergs. Immissionsschutzrechtliches Verfahren zur Genehmigung eines Steinbruches nach §4 BImSchG.

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FAQ

Faktencheck.

Die Fragen, die in Gumping und Umgebung am häufigsten gestellt werden.

Wird es laut und staubig?

Kurz: Ja – aber nicht ungeregelt.

Sprengungen sind nur an wenigen Tagen im Jahr vorgesehen und werden angekündigt. Staub wird mit Befeuchtung, Wasserbedüsung und der Benetzung der Wege aktiv begrenzt. Maßgeblich sind die Vorgaben und Bewertungen in den Unterlagen des Verfahrens. Die einschlägigen DIN-Normen sowie die TA Luft werden eingehalten.

▪ Quelle: Schall-/Immissionsgutachten
Warum wird gerade hier abgebaut?
Was passiert mit dem Gumpinger See?
Müssen wir uns um Brunnen oder Trinkwasser Sorgen machen?
Fahren dann ständig LKW durch die Gegend?
Wann ist geplant, dass die Arbeiten in Gumping beginnen und wie lange ?
Florian Schwinger
KONTAKT

Noch Fragen? Reden wir darüber.

Wir hoffen Ihre Fragen umfassend beantwortet zu haben. Sollten dennoch weitere Fragen offen geblieben sein, freuen wir uns auf einen gemeinsamen Dialog.

Karl Schwinger GmbH & Co. KG | Standort Gumping
+49 9436 942311
fs@schwinger-granit.de
Zum Kontaktformular
Ihre Frage zum Standort Gumping

Schreiben Sie uns Ihre Frage oder Anmerkung zum Vorhaben. Wir melden uns zurück.

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🎉 Gewinner

Tombola · 150 Jahre Schwinger Granit

Die Gewinner stehen fest!

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